Auf dem Foto von links nach rechts: Matthias Dreyer, Marit Fiedler, Isabelle Zinsmaier, Caroline Intrup
Wir
Marit Fiedler
Marit Fiedler ist als Sprechbildnerin, Rhetoriktrainerin und Erzählerin tätig. Dabei arbeitet sie an verschiedenen Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern sowie für Bildungsträger, kirchliche Einrichtungen und mit Menschen in sprechintensiven Berufen.
Seit 2009 unterrichtet sie Sprecherziehung an der hmt in Rostock u. a. im Lehramt Musik und im Bachelor/Master Gesang. Seit 2014 ist sie außerdem im Master Theaterpädagogik und seit 2019 vorrangig im neu geschaffenen Studiengang Lehramt Theater tätig. 2024 bis 2026 arbeitete sie als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt ›Fokus Stimme‹ an der hmt in Rostock.
Von 2017 bis 2020 leitete sie die GeschichtenWerkstatt im Kirchenkreis Mecklenburg und begleitete dieses Projekt deutschlandweit unter anderem auch zum Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund. Ebenfalls 2019 absolvierte sie eine Ausbildung zur Bibelerzählerin.
Marit Fiedler studierte Sprechwissenschaft und Phonetik sowie Modernhebräisch an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In ihrer Promotion verglich sie die Prosodie des Modernhebräischen mit der des Deutschen. Ihre Studien wurden durch die Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalts sowie durch den DAAD gefördert.
Sie ist Mitglied in der deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS), sowie im Mitteldeutschen Verband für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (MDVS).
Caroline Intrup
Caroline Intrup ist Sprechtrainerin, Performerin und Sprechkünstlerin. Sie arbeitet für Bühne und Medien mit einem Fokus auf interdisziplinäre Projekte und Trainingskonzepte.
Im Training sind Stimme und Sprechkunst ihre Schwerpunkte. Dabei ist es ihr ein besonderes Anliegen, ihre Methoden nachvollziehbar und transparent zu gestalten und mit den Teilnehmenden Strategien zu entwickeln, wie diese selbstbestimmt und offen an Stimme und Sprechen arbeiten können. Seit 2019 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock im Studiengang Lehramt Theater, wo sie 2024 bis 2026 künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt ›Fokus Stimme‹ war und das Kartenset ›Psst! Mit Stimme Theater machen‹ mitentwickelte.
Als Performerin steht sie seit 2009 immer wieder für die Tanztheaterkompanie backsteinhaus produktion auf der Bühne und gründete 2011 das Duo Holunda & der Schurke, das Sprechtexte mit elektronisch-perkussiver Musik verbindet.
Caroline Intrup studierte Sprechkunst und Sprecherziehung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und lebt in Berlin.
Isabelle Zinsmaier
Isabelle Zinsmaier ist als Theaterpädagogin, Theaterwissenschaftlerin und Performerin tätig.
Zusammen mit Corina Liechti realisiert sie seit 2016 theaterpädagogische Formate für Menschen verschiedenen Alters, u. a. für das Schauspielhaus Zürich und das Junge Theater Graubünden. Als Teil des zaungäste Kollektivs entwickelt sie seit 2013 chorische Theaterarbeiten. Seit April 2026 ist sie Professorin für Kulturelle Bildung mit Schwerpunkt Theater und Performance an der HSBI Bielefeld.
Isabelle Zinsmaier studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen sowie Theaterpädagogik an der UdK in Berlin und promovierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu transnationaler Erinnerungsarbeit im Theater. Von 2024 bis 2026 war sie künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt ›Fokus Stimme‹ an der hmt Rostock, in welchem das Kartenset ›Psst! Mit Stimme Theater machen‹ entstand.
Matthias Dreyer
Matthias Dreyer ist Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Professor für Theater in Schulen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Dort entwickelte er den Lehramtsstudiengang Theater und leitet die Abteilung für Theaterpädagogik.
Zuvor war er Humboldt-Fellow an der University of Chicago, arbeitete an der Goethe-Universität Frankfurt sowie an der Freien Universität Berlin im Bereich Theaterwissenschaft. Forschungsschwerpunkte sind Chor, Avantgarden und das Hören in künstlerisch-pädagogischen Prozessen.
Matthias Dreyer studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Wien, Berlin, Paris und Baltimore. Promoviert wurde er mit der Arbeit ›Theater der Zäsur. Antike Tragödie im Theater seit den 1960er Jahren‹. Er arbeitete auch als Dramaturg, u.a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Ulmer Theater, sowie als Spielleiter für eine inklusive Theatergruppe in München.
Das Projekt
›Psst! Mit Stimme Theater machen‹ ist im Rahmen des zweijährigen Projekts ›Fokus Stimme – Ein Methodenset für die Theaterpädagogik‹ (2024–26) an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock entstanden. Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderlinie Freiraum 2023. Über den Zeitraum von zwei Jahren arbeitete unser vierköpfiges interdisziplinäres Team zwischen Stimm- und Sprechbildung, Theaterpädagogik und Wissenschaft an der Entwicklung des Kartensets.
Die Entwicklung der Karten wurde mit Lehrformaten im Studiengang Lehramt Theater verknüpft und von ihnen bereichert. Diese Formate konnten wir gut in die Lehre an der hmt Rostock integrieren, weil die Arbeit mit Stimme dort generell eine besondere Rolle im Studium spielt. Dahinter steckt der Gedanke, dass ein reflektierter Zugang zur Vielfalt der eigenen Stimme sowohl für einen Berufsweg in Schule und Theaterpädagogik wichtig ist, als auch einen grundlegenden Baustein für die zeitgenössische Theaterarbeit darstellt.
Die im Kartenset versammelten Methoden, Ansätze und künstlerischen Arbeiten spiegeln das, was unsere zweijährige Projektzeit und unsere eigenen beruflichen und biografischen Hintergründe zum Vorschein gebracht haben. Die Karten sind auch beeinflusst von den vielen Menschen, mit denen wir über zwei Jahre zum Thema Stimme in Austausch gekommen sind. Ein anderer Standort als unserer hätte einen anderen Ausschnitt des Themas Stimme im Theater hervorgebracht. Die Sammlung unserer Karten verheißt demnach weder Vollständigkeit noch ›best practice‹. Die Karten sind vielmehr eine Einladung zum Üben, Wahrnehmen, Spielen und Experimentieren, von unserem Standort und Zeitpunkt aus.
Kooperationen und Inspirationen
Inspiration:
Theaterpraxis, Performancekunst
- Neslihan Arol
- LIGNA
- Marléne Douty
- Jaha Koo
- willems&kiderlen
- zaungäste Kollektiv
- Neo Hülcker
- Antonia Baehr
- Nature Theatre of Oklahoma
- Overprotected. Das Britney Spears Projekt von Lea Whitcher, Stephan Stock
- Theater Hora
- hannsjana
- Ülkü Süngün
- Tiere treffen Tiere von Lia Massetti
- Susanne Kennedy
- Pope.L
Inspiration:
Theatertexte, Partituren
- Stripsody. Partitur für Solo Voice von Cathy Berberian
- That Night Follows Day (Dass nach dem Tag die Nacht kommt) von Tim Etchells
- Anti·gone. Sophokles in Leichter Sprache von Anne Leichtfuss
- Murmel von Dieter Roth
- Die vielen Stimmen meines Bruders von Magdalena Schrefel
- Ursonate von Kurt Schwitters
Inspiration
Stimm- und Sprechbildung
- Körper Stimme Haltung des ZLB der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Barbara Maria Bernhard
- Julia Kiesler
- Schultheater #64 STIMME
Inspiration:
Kartensets
- Die Marina Abramović-Methode
- mit+mischen. Gesprächskarten für junge Menschen, die Theater mitgestalten wollen
- MVLY. Mit Kindern Bewegung entdecken
- Kunst aus der Box. 80 interaktive Karten für stundenlangen Spaß
- Playing Up. Performancekunst für Kinder und Erwachsene
- Playing Up Gender
- Freeze! & Blick ins Publikum! Das Methoden-Repertoire für Darstellendes Spiel und Theaterunterricht